Kraniche und Polarlichter am Kölpinsee
Aktualisiert: 5. Okt.

EXIF: 30 Sekunden · Blende 5,6 · ISO 8000 · 400 mm · Canon EOS 5D Mark IV
Am 19. Oktober des vergangenen Jahres konnte ich gegen 02:15 Uhr am Kölpinsee bei Waren (Müritz) eine Aufnahme machen, die für mich zu den seltensten Naturmomenten der letzten Jahre gehört.
Die Kraniche standen mitten in der Nacht an ihrem Schlafplatz im flachen Wasser. Gleichzeitig waren über dem Kölpinsee Polarlichter zu sehen.
Kraniche habe ich schon oft fotografiert, Polarlichter ebenfalls. Aber Kraniche an ihrem Schlafplatz und gleichzeitig Polarlichter am Himmel zu erleben, ist eine Kombination, die vermutlich nur einmal im Leben zusammenkommt.
In diesem Jahr war ich wieder an derselben Stelle.
Ein vergleichbares Foto ist dort aktuell jedoch nicht mehr möglich. Der Wasserstand ist so niedrig, dass die Kraniche ihren damaligen Schlafplatz nicht nutzen.
Ob sich diese Bedingungen noch einmal so ergeben, lässt sich nicht sagen. Genau deshalb ist es gut möglich, dass diese Aufnahme für mich einmalig bleibt.
Warum sind die Sterne als Striche zu sehen?
Die kleinen Striche am Himmel stammen von den Sternen.
Bei einer Belichtungszeit von 30 Sekunden bewegt sich der Sternenhimmel während der Aufnahme bereits sichtbar weiter.
Durch die lange Brennweite von 400 mm fällt diese Bewegung noch stärker auf und die Sterne erscheinen als kurze Lichtspuren.

Kameraeinstellungen:
Belichtungszeit 30 Sekunden.
Blende 5,6.
ISO 8000.
Brennweite 400 mm.
Kamera Canon EOS 5D Mark IV
Solche Aufnahmen lassen sich kaum planen. Man kann wissen, wo die Kraniche schlafen, das Wetter beobachten und auf Polarlichter hoffen. Dass beides zur gleichen Zeit und am gleichen Ort zusammenkommt, bleibt trotzdem eine Ausnahme.



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