Die Glühwürmchensaison in der Müritzregion hat gestern begonnen
- André Pretzel

- 20. Juni
- 3 Min. Lesezeit

Glühwürmchen im Wald EXIF: 8.0 Sek. / Blende 2.8 / ISO 6400
Die ersten Glühwürmchen sind da.
Nach dem lang ersehnten Regen und den warmen Temperaturen begann in der Müritzregion endlich die Aktivität der faszinierenden Leuchtkäfer.
Für alle Naturbegeisterten, Fotografen und Nachteulen ist jetzt ein sehr guter Moment, um die Magie der Sommernacht einzufangen und die Natur in MV hautnah zu erleben.
In diesem Beitrag teile ich meine gestrigen Beobachtungen, Tipps zur Glühwürmchen-Fotografie und Eindrücke aus der Müritzregion.
Der Auftakt der Glühwürmchen-Saison in der Müritzregion
Am Donnerstag konnte ich nur ein einzelnes fliegendes Männchen beobachten. Gestern Abend änderte sich das Bild jedoch deutlich. Ich konnte zwischen 50 und 100 Glühwürmchen durch den Wald fliegen sehen.
Besonders beeindruckend war eine Stelle im Buchenwald, an der ich um 23:00 Uhr etwa 20 Glühwürmchen gleichzeitig im Sichtfeld hatte. Die Aktivität hielt jedoch nur kurz an, etwa fünf Minuten lang. Danach reduzierte sich die Anzahl auf etwa fünf Leuchtkäfer im Sichtfeld.
Zwischen 23:15 und 23:20 Uhr sah ich auf dem Rückweg durch den Wald nur noch drei einzelne Glühwürmchen in Sichtweite des Wanderweges. Danach blieb es komplett dunkel, und im Wald konnte ich kein Leuchten mehr entdecken.
Auf der Wiese unter freiem Himmel entdeckte ich um 23:30 Uhr noch vereinzelt einige Leuchtkäfer.
Diese Beobachtungen zeigen, dass wir am Anfang der Saison stehen. Ich gehe davon aus, dass der Höhepunkt der Glühwürmchen-Aktivität in den nächsten fünf Tagen erreicht wird. Natürlich kann das in anderen Regionen der Mecklenburgischen Seenplatte ganz anders aussehen.

Glühwürmchen auf der Wiese EXIF: 4.0 Sek. / Blende 2.8 / ISO 1600
(auf dem Bild sind 5 Glühwürmchen zu sehen)
Meine Beobachtungen und Ausblick auf die kommenden Tage
Die gestrigen Beobachtungen in der Müritzregion zeigen, dass die Glühwürmchen-Saison gerade erst beginnt.
Die Anzahl der Leuchtkäfer wird in den nächsten Tagen vermutlich weiter steigen, bis der Höhepunkt erreicht ist.
Ich freue mich darauf, weitere Nächte in der Natur zu verbringen, die Glühwürmchen im Wald und auf den Wiesen zu beobachten und die Magie der Sommernacht mit der Kamera einzufangen.
Für alle, die sich für Insektenfotografie und Tierfotografie interessieren, ist jetzt eine sehr gute Zeit, um rauszugehen und die Natur in MV zu entdecken. Die Kombination aus Naturbeobachtung und Fotografie macht diese Nächte zu einem besonderen Erlebnis.
Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie sich die Aktivität der Glühwürmchen entwickelt und welche neuen Eindrücke ich sammeln kann.
Fazit
Die Glühwürmchen in der Müritzregion bieten ein einzigartiges Schauspiel in der Sommernacht. Mit etwas Geduld, der richtigen Ausrüstung und einem offenen Blick für die Natur lassen sich beeindruckende Fotos und unvergessliche Momente erleben.
Nutzt die kommenden Tage, um die Leuchtkäfer zu entdecken und die Natur in Mecklenburg-Vorpommern zu genießen.
Bleibt neugierig und viel Erfolg bei eurer nächsten Wildlife-Fotografie-Tour.
Was das Fotografieren angeht, muss man aktuell schnell sein, da der Höhepunkt der Aktivität nur wenige Minuten dauern kann. Idealerweise baut man die Ausrüstung auf, sobald man die ersten Glühwürmchen sieht.
Sicherheit im Dunkeln und Rücksicht auf Jagdbetrieb
Bei der Beobachtung und Fotografie von Glühwürmchen sollte man die eigene Sicherheit nicht unterschätzen. Viele gute Beobachtungsorte liegen an dunklen Waldwegen, Waldrändern oder Wiesen. Dort können Wurzeln, Äste, Gräben oder unebener Boden im Dunkeln schnell zur Stolperfalle werden. Deshalb ist es sinnvoll, die Umgebung bereits tagsüber zu erkunden und einen sicheren Rückweg zu kennen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Jagdbetrieb. Gerade in der Dämmerung und nachts können Jäger im Revier unterwegs sein, auch wenn man keine Kanzel oder keinen Hochsitz direkt sieht. Wer regelmäßig oder länger an einem bestimmten Ort unterwegs ist, sollte sich möglichst vorher informieren, wer dort Jagdpächter, Waldeigentümer oder Flächeneigentümer ist. Eine kurze Absprache kann Missverständnisse vermeiden und sorgt für mehr Sicherheit auf beiden Seiten.
Auch wenn man möglichst ohne Licht arbeiten sollte, kann eine schwache Lampe für den sicheren Rückweg sinnvoll sein. Während der Beobachtung sollte sie jedoch nur sparsam eingesetzt und nicht direkt auf Glühwürmchen gerichtet werden.


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