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Die Faszination leuchtender Nachtwolken und der perfekte Zeitpunkt für beeindruckende Fotos

Leuchtende Nachtwolken gehören zu den faszinierendsten Naturphänomenen am Sommerhimmel.

Wer sie einmal gesehen hat, vergisst den Anblick der silbrig blauen Wolken am Nachthimmel nicht so schnell.

Am 27. Juni 2026 konnte ich diese besonderen Nachtwolken zwischen 00:30 Uhr und 02:15 Uhr am Kölpinsee in der Müritzregion fotografieren.

Auf dem zweiten Bild ist sogar eine Sternschnuppe zu sehen. Durch die kurze Belichtungszeit von 4 Sekunden wurde sie leider nicht vollständig eingefangen.

In diesem Beitrag erfährst du, wann du leuchtende Nachtwolken beobachten und fotografieren kannst und was diese Himmelserscheinung so besonders macht.



Leuchtende Nachtwolken über dem Kölpinsee in der Müritzregion

4.0 Sek. - 2.8 Blende - 800 ISO - 45 mm Brennweite


Was sind leuchtende Nachtwolken?


Leuchtende Nachtwolken, auch Noctilucent Clouds (NLC) genannt, sind sehr dünne Wolken, die in einer Höhe von etwa 80 Kilometern in der Mesosphäre schweben.

Sie bestehen aus winzigen Eiskristallen und sind vor allem in den Sommermonaten sichtbar, wenn die Sonne bereits unter dem Horizont steht, die hohen Wolken aber noch beleuchtet.

Dadurch leuchten sie silbrig blau und heben sich deutlich vom dunklen Nachthimmel ab.


Diese Wolken sind ein Naturphänomen, das nur unter bestimmten Bedingungen und zu bestimmten Zeiten sichtbar wird.

Besonders gut sichtbar sind sie in mittleren bis hohen Breiten. Auch in der Müritzregion und der Mecklenburgischen Seenplatte können sie bei passenden Bedingungen eindrucksvoll erscheinen.

Die Kombination aus klarer Luft, wenig Lichtverschmutzung und der richtigen Jahreszeit macht das Beobachten und Fotografieren der leuchtenden Nachtwolken am Kölpinsee zu einem besonderen Erlebnis.


Wann kannst du leuchtende Nachtwolken beobachten?


Leuchtende Nachtwolken sind ein reines Sommerphänomen.

In Mecklenburg-Vorpommern und an Orten wie dem Kölpinsee in der Müritzregion können leuchtende Nachtwolken etwa von Ende Mai bis Mitte August auftreten, besonders häufig jedoch rund um Juni und Juli.

Die beste Zeit für die Beobachtung liegt in den Nächten um die Sommersonnenwende, wenn die Dämmerung sehr lang ist.


Gute Bedingungen für die Beobachtung von leuchtenden Nachtwolken sind:


  • Zeitfenster: zwischen etwa 22:30 Uhr und 03:30 Uhr, wenn die Sonne ungefähr 6° bis 16° unter dem Horizont steht


  • Veränderliches Zeitfenster: Da sich der Sonnenstand täglich verändert, verschiebt sich auch die beste Beobachtungszeit.


  • Klare Nächte mit möglichst wenig normalen Wolken


  • Geringe Lichtverschmutzung, ideal sind Seen oder ländliche Gegenden wie die Mecklenburgische Seenplatte

  • Kühle Temperaturen in der Mesosphäre, die die Bildung der Eiskristalle ermöglichen


In der Nacht vom 27. Juni 2026 waren die Bedingungen nahezu ideal.

Zwischen 00:30 Uhr und 02:15 Uhr konnte ich die leuchtenden Nachtwolken am Kölpinsee beobachten und fotografieren.

Die klare Sicht und der dunkle Himmel über dem Kölpinsee boten ideale Voraussetzungen.


Tipps zum Fotografieren leuchtender Nachtwolken


Das Fotografieren von NLC ist eine spannende Herausforderung für alle, die sich für Nachtfotografie, Landschaftsfotografie und besondere Himmelserscheinungen interessieren.

Hier einige praktische Tipps, die dir helfen, beeindruckende Bilder zu machen:


  • Kameraeinstellungen: Verwende je nach Helligkeit eine Belichtungszeit von etwa 4 bis 10 Sekunden, um die feinen Details der silbrig blauen Wolken einzufangen. Eine kurze Belichtungszeit kann dazu führen, dass z. B. Sternschnuppen nicht vollständig sichtbar sind. Das war auch bei meinem Foto mit der 4-Sekunden-Belichtung der Fall.


  • Tipp zur Belichtungszeit: Wenn es möglich ist, nutze ich selbst eher kurze Belichtungszeiten bis etwa 4 Sekunden, um die feinen Strukturen der Wolken möglichst klar festzuhalten.


  • Überbelichtung vermeiden: Achte darauf, die Bilder nicht zu hell zu belichten. Werden die Wolken zu hell aufgenommen, können die feinen Strukturen ineinander verschwimmen.


  • Stativ verwenden: Für scharfe Bilder bei Nacht ist ein stabiles Stativ unverzichtbar.


  • Weitwinkelobjektiv: Ein Objektiv mit einem großen Blickwinkel fängt mehr vom Himmel ein und zeigt die Wolken in ihrer ganzen Pracht.


  • Brennweite und Objektiv: Ob Weitwinkel oder Teleobjektiv besser geeignet ist, hängt davon ab, wie hoch die Wolken am Himmel stehen und welchen Bildausschnitt du zeigen möchtest.


  • Manueller Fokus: Stelle den Fokus manuell auf unendlich, um den Sternenhimmel und die Nachtwolken scharf abzubilden.


  • ISO-Wert: Wähle einen mittleren ISO-Wert (zwischen 200 und 1600), um Rauschen zu minimieren und trotzdem genügend Licht einzufangen.


  • Ort und Zeit planen: Suche dir einen dunklen Ort mit freiem Blick nach Norden, zum Beispiel am Kölpinsee oder in der Müritzregion. Plane deine Fotosession je nach Jahreszeit grob zwischen später Abenddämmerung und den frühen Morgenstunden.


  • Himmelsrichtung: Leuchtende Nachtwolken zeigen sich meist im nördlichen Himmelsbereich. Je nach Zeitpunkt können sie eher im Nordwesten, Norden oder Nordosten sichtbar sein.

Leuchtende Nachtwolken über dem Kölpinsee mit einer Sternschnuppe

4.0 Sek. - 2.8 Blende - 800 ISO - 45 mm Brennweite


Warum sind leuchtende Nachtwolken so besonders?


Leuchtende Nachtwolken sind nicht nur schön anzusehen, sie sind auch ein Indikator für Veränderungen in der Atmosphäre.

Ihre Entstehung hängt von sehr speziellen Bedingungen ab, die sich durch Klimaveränderungen verschieben können.

Deshalb beobachten Wissenschaftler NLC genau, um mehr über die obere Atmosphäre und den Klimawandel zu erfahren.


Für Natur- und Fotografiebegeisterte bieten die leuchtenden Wolken am Nachthimmel einzigartige Motive.

Die Kombination aus Sternenhimmel, Dämmerung und silbrig blauen Wolken schafft besondere Naturmomente, die sich fotografisch eindrucksvoll festhalten lassen.


Die Müritzregion und Mecklenburg-Vorpommern bieten viele schöne Orte, um diese besondere Himmelserscheinung zu erleben.

Besonders am Kölpinsee entsteht durch die ruhige Wasserfläche, den dunklen Himmel und die silbrig blauen Wolken eine besondere Stimmung.


Leuchtende Nachtwolken am Kölpinsee erleben


Der Kölpinsee in der Müritzregion ist ein perfekter Ort, um leuchtende Nachtwolken zu beobachten.

Die ruhige Wasserfläche spiegelt die Wolken und verstärkt den visuellen Effekt.

Für Naturbeobachter, Hobbyfotografen und Besucher der Mecklenburgischen Seenplatte bietet der Kölpinsee gute Bedingungen für besondere Nachtaufnahmen.


Wenn du leuchtende Nachtwolken am Kölpinsee beobachten oder fotografieren möchtest, lohnt sich ein Blick auf klare Sommernächte rund um Juni und Juli.

Die Kombination aus Dämmerung, Sternenhimmel, Wasserfläche und den silbrig blauen Strukturen macht den Himmel über dem Kölpinsee zu einem faszinierenden Motiv.


Leuchtende Nachtwolken über dem Kölpinsee mit ruhiger Wasseroberfläche

4.0 Sek. - 2.8 Blende - 800 ISO - 45 mm Brennweite


Fazit und Ausblick


Leuchtende Nachtwolken sind ein beeindruckendes Naturphänomen, das du in der Müritzregion und Mecklenburg-Vorpommern in den Sommermonaten erleben kannst.

Die Kombination aus klarer Nacht, dunklem Himmel und der richtigen Jahreszeit macht das Beobachten und Fotografieren von NLC am Kölpinsee zu einem besonderen Erlebnis.


Wenn du dich für Nachtfotografie, Naturfotografie oder besondere Himmelserscheinungen interessierst, lohnt sich in klaren Sommernächten immer wieder ein Blick nach Norden.

Mit etwas Planung, freiem Blick nach Norden und klarer Sicht kann aus einer ruhigen Sommernacht ein besonderer Moment am Himmel werden.


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